Start des dreijährigen Verbundprojekts „4D-Sicherheit“ am 1. September 2016

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Entwicklung eines softwaregestützten Entscheidungshilfe- und Planungs-Werkzeugs zur Unterstützung bei der Bewertung und Implementierung von Sicherheitslösungen.

Oftmals rufen Konzepte zur Sicherheit und die damit verbundenen Maßnahmen Kontroversen hervor, die sich beispielsweise aus umstrittenen Einführungspraktiken ergeben und so mitunter erhebliche Folgekosten produzieren. Exemplarisch wurde dies bei der Entwicklung vom „Nackt-“ zum „Körperscanner“ deutlich. Um derartige Kontroversen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu identifizieren und ihnen konstruktiv zu begegnen, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes, der die zahlreichen Perspektiven der beteiligten Akteure berücksichtigt.

Eine optimale Sicherheitslösung soll Sicherheit garantieren, Vertrauen schaffen, effizient sein und nicht gegen Rechte verstoßen, so die Theorie. Die Praxis weicht von diesem Optimum mitunter erheblich ab. So werden wichtige Perspektiven nicht bedacht, weil sie nicht im Fokus eines individuellen Akteurs stehen und sich Unternehmen, Behörden oder Institutionen allein darauf konzentrieren, die von ihnen erwarteten Sicherheitsziele zu erreichen. Hinzu kommt, dass insbesondere technikorientierte Sicherheitslösungen komplexer und für den Einzelnen in ihrer Gesamtheit zunehmend unverständlicher werden. Dies bezieht sich auf Grenzen und Anwendungsfelder einer Sicherheitstechnologie, auf deren Einsatzort und vieles weitere mehr. In der Folge entsteht ein Spannungsfeld aus individuellen Anforderungen der einzelnen Akteure. Das am 1. September 2016 gestartete Verbundprojekt 4D-Sicherheit hat zum Ziel, dieses Spannungsfeld zu systematisieren und eine Methode zu erarbeiten, die die Anforderungen relevanter Akteure mit berücksichtigt. Diese werden über exemplarische Fallstudien bei assoziierten Partnern ermittelt. Auf der Basis dieser Fallstudien soll ein softwaregestütztes Entscheidungshilfe- und Planungs-Werkzeug entstehen, welches Sicherheitsakteure bei der ökonomischen, sozialen sowie rechtlichen Bewertung und Implementierung von Sicherheitslösungen unterstützt, indem Problemfelder identifiziert und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung im Zuge der Bekanntmachung „Neue ökonomische Aspekte“ gefördert. Das Projektkonsortium besteht aus der antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB aus Köln, dem European Aviation Security Center e.V. aus Schönhagen, dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften/Professur Ökonometrie der Goethe Universität Frankfurt und dem Sicherheitsbereich des Zentrums Technik und Gesellschaft. Unterstützung findet das Vorhaben durch die assoziierten Partnerschaften mit der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg, der Feuerwehr Bocholt, dem Amt 38 Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Soest, dem Berliner Fritz-Haber-Institut, dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) e.V., dem Flughafen München GmbH und dem niederländischen Instituut Fysieke Veiligheid (IFV).

Fortlaufend erweiterte Informationen sind ab Mitte Dezember 2016 der Projektwebseite www.4d-sicherheit.de zu entnehmen. Bei Fragen zum Verbund, steht Ihnen der Verbundkoordinator Herr Dr. Leon Hempel gerne zur Verfügung.

Verbundkoordinator und Ansprechpartner:

Dr. Leon Hempel
Technische Universität Berlin
Zentrum Technik und Gesellschaft
Mail: hempel [at] ztg.tu-berlin.de

Ansprechpartner an der FHPol:

Sebastian Krah
Telefon: +49 (0) 3301 850-2042
Mail: sebastian.krah [at] polizei.brandenburg.de ( sebastian.krah [at] polizei.brandenburg.de)

Projektpartner:

  • Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin
  • Goethe Universität Frankfurt (Main)
  • European Aviation Security Center e.V. Schönhagen
  • antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB Köln

Assoziierte Partner:

  • Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg
  • Feuerwehr Bocholt
  • Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Soest
  • Fritz-Haber-Institut Berlin
  • Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) e.V
  • Flughafen München GmbH
  • Instituut Fysieke Veiligheid (IFV), Arnheim (Niederlande)

Übersicht zugehöriger Dateien: 

Link zur Seite Erasmus+

 

Netzwerk Studienqualität Brandenburg

 

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