COMPOSITE

Composite Project

Die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg war einer von 15 Partnern im Konsortium des Forschungsprojekts „COMPOSITE – Comparative Police Studies in the EU“. Dieses Projekt, das auf vier Jahre angelegt war und von der EU-Kommission im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms seit August 2010 mit knapp 7 Millionen Euro gefördert wurde, untersuchte Veränderungsprozesse in den Polizeien von zehn europäischen Ländern: in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, in den Niederlanden, in Belgien, Spanien, Italien, in der Tschechischen Republik, in Rumänien und Mazedonien.

Konsortialführer und Projektkoordinator war die Erasmus-Universität Rotterdam. Weitere Partner im Konsortium waren die Universitäten Antwerpen (Belgien), Sheffield (UK), Utrecht (Niederlande), Durham (UK), Babeş-Bolyai (Rumänien), St. Kliment Ohridski (Mazedonien) und Brünn (Tschechische Republik), das Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), die Managementschule ESADE (Spanien), die Unternehmensberatungsfirma Capgemini (Frankreich), das italienische Forschungsinstitut FORMIT und das französische Forschungsinstitut CNRS.

Das Forschungsprojekt ging aus einer inzwischen fast zehn Jahre währenden Forschungszusammenarbeit zwischen der an der Erasmus Universität Rotterdam lehrenden Organisationspsychologin Gabriele Jacobs und dem Vizepräsidenten der FHPol Jochen Christe-Zeyse hervor. Beide beschäftigen sich seit 2001 mit der Frage, welche Faktoren zu Erfolg oder gegebenenfalls auch Misserfolg von Veränderungsprozessen in der Polizei beitragen. Zusammen mit dem an der Universität Durham (UK) lehrenden Organisationswissenschaftler und Mathematiker László Pólos verfassten sie bereits 2007 den Entwurf eines Forschungsantrages an die EU. Zu dem aus diesen drei Forschern bestehenden Kernteam stießen in den nächsten drei Jahren mehrere renommierte Organisationswissenschaftler sowie Einrichtungen aus der Wissenschaft, der Beratungsbranche und der Polizei. Hieraus bildete sich schließlich das Konsortium des Projektes COMPOSITE.

Ziel von COMPOSITE war es im Einzelnen zu erkunden, welche gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technologischen Veränderungsprozesse auf die Polizeien Europas einwirken, wie die Polizei-Organisationen auf diese Herausforderungen reagieren und welche Auswirkungen die dadurch ausgelösten Veränderungsprozesse auf die Organisationsmitglieder haben. Dem liegt die Beobachtung zugrunde, dass Veränderungsprozesse in großen Organisationen in der Regel außerordentlich komplex sind und die damit verbundenen Projekte oft nicht so verlaufen, wie sich das ihre Initiatoren gewünscht haben. Wer die Polizei kennt, weiß, dass die Polizei hiervon keine Ausnahme ist.

COMPOSITE erkundete die Ursachen für diese Schwierigkeiten, und möchte dazu beitragen, dass solche oftmals sehr aufwändigen und langwierigen Veränderungsprozesse in Zukunft erfolgreicher geplant, organisiert und umgesetzt werden können als bisher. Daher war sehr wichtiger Teil der Forschungsstrategie die Einrichtung des End User Boards, das sich aus leitenden Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen aller beteiligten Staaten zusammensetzte. Dieses Gremium begleitet und beriet das Projekt zum einen aus fachlicher Sicht, zum anderen trug es mit dazu bei, dass die Forschungsergebnisse praxistauglich sind und in geeigneter Form an die Entscheidungsträger in Politik und Polizei gelangen können. Die Vermittlung der Forschungsergebnisse in die polizeiliche Fachwelt war ein wesentliches Ziel von COMPOSITE, dem auch von der Europäischen Kommission eine große Bedeutung beigemessen wird. Wegen der besonderen Bedeutung der Praxisorientierung von COMPOSITE sowie der zielgruppenadäquaten Kommunikation der Forschungsergebnisse in Polizei, Politik und Öffentlichkeit hatte die FHPol die Federführung des entsprechenden Arbeitspaketes übernommen.

Der Bereich Sicherheitsforschung der FHPol übernahm die administrative und finanzielle Abwicklung des Projekts. Im Jahr 2014 wurde durch die EU ein Audit zur Überprüfung der Übereinstimmung der Abrechnungen mit den Financial Regulations im 7. Forschungsrahmenprogramm durchgeführt. Das Audit wurde von Lubbock Fine bzw. der DOMUS AG durchgeführt. Im Ergebnis wurde die Korrektheit der Abrechnungen bestätigt.

 

Forscherteam der FHPol:

Dr. Christe-Zeyse
Dipl. Psych. Mario Gruschinske
Dipl. Kfm. Sebastian Krah
Dipl. Kffr. Tanja Meyer

Übersicht zugehöriger Dateien: 

Link zur Seite Erasmus+

 

Netzwerk Studienqualität Brandenburg

 

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